Beerenfrüchte – die bunte Nascherei 27. August 2010

Schon seit Tagen quält uns hier in Berlin ein hartnäckiger Regen und so langsam beginnt die Sorge, ob uns dieses Jahr denn gar kein schöner Sommertag mehr gegönnt wird. Grauer Himmel, Wind und niedrige Temperaturen wirken sich auch auf unser Wohlbefinden und die Gesundheit aus. Bei einem Blick auf den Kalender passiert es schonmal, dass man Jacke oder Regenschirm zu Hause vergisst und schon hat man eine Erkältung am Hals.

Um dem vorzubeugen, sollten wir das reichhaltige Angebot der Beerenfrüchte nutzen. Oftmals wissen wir gar nicht, wie gut uns Himbeeren & Co tun. Aber so süß und köstlich wie sie schmecken, so gesund sind sie auch für unseren Körper. Ausgenommen von Weintrauben und Brombeeren enthalten Beeren durchschnittlich weniger als 40 kcal pro 100 Gramm und sind somit alles andere als Dickmacher.

Neben zahlreichen Ballaststoffen enthält Beerenobst lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C und Eisen. Die Ballaststoffe quellen im Magen stark auf und lösen so ein Sättigungsgefühl in uns aus. So essen wir automatisch weniger und sparen unnötige Kalorien.

Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Stachelbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren schmecken frisch gepflückt am besten. Aber auch als kalorienarme Nascherei oder Nachtisch mit Schlagsahne oder Milch, im Müsli oder Naturjoghurt, zu Saft verarbeitet oder als Marmelade – Beeren sind unglaublich vielseitig und lassen sich sogar ohne größeren Vitaminverlust einfrieren. Damit die leckeren Früchte nicht matschig werden und zusammen kleben, sollten sie einzeln auf einem Blech ausgelegt und einige Stunden gefrostet werden, bevor sie in der Tiefkühltruhe landen. So haben wir lange gut von ihnen und haben auch im Winter eine köstliche Erinnerung an den vergangenen Sommer.

Glas für Glas zum Übergewicht: Wie uns die flüssigen Kalorien immer dicker werden lassen. 20. August 2010

Zum Frühstück ein großes Glas Fruchtsaft, zum Mittagessen eine Cola, zwischendurch gibt es Latte Macchiato und am Abend noch ein Gläschen Rotwein oder das wohlverdiente Feierabendbier – Im Vergleich zu früher werden heute doppelt so viele flüssige Kalorien verzehrt wie noch vor 40 Jahren. Forscher vermuten darin auch einen Hauptgrund für das stetig steigende Gewicht der Deutschen.

Bier, Energy-Drinks, Cola, Limonaden: Die Flut an kalorienreichen Getränken hat sich in den letzten Jahren stark vermehrt. Früher galt der Verzehr von Softdrinks noch als Luxus und wurde nur zu besonderen Gelegenheiten verzehrt. Heutzutage bekommen schon Kleinkinder süße und zuckerhaltige Getränke von ihren Eltern. Das macht nicht nur dick, sondern fördert auch die Entstehung von Karies.

Problematisch ist vor allen Dingen, dass der Kaloriengehalt von vielen Getränken unterschätzt wird. So hat beispielsweise eine Dose eines Energy-Drinks rund 130 kcal und ist damit eine richtige Kalorienbombe. Diese Getränke rauschen in Rekordzeit durch den Körper und haben dabei kaum einen Sättigungseffekt.

So sind also nicht nur Fast Food, Süßigkeiten & Co für die überschüssigen Pfunde verantwortlich, sondern in einem nicht unerheblichen Maße auch die verzehrten Getränke. Immerhin nehmen Erwachsene mehr als 300 kcal täglich in flüssiger Form zu sich. Bei einem Richtwert von 2000 kcal pro Tag ist das ein beträchtlicher Anteil an der Gesamtenergiezufuhr.

Was soll man seiner Figur zuliebe dann trinken? An erster Stelle steht Wasser oder Mineralwasser, egal ob mit oder ohne Kohlensäure. Wem der Geschmack fehlt, kann es mit Zitronensaft oder Kräutern aromatisieren. Zitronenmelisse oder Pfefferminze eignen sich hier besonders gut. Auch frischer Ingwer bringt eine tolle Geschmacksnote in das Wasser.

Brausetabletten in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie z. B. Mango, Cassis oder Orange bringen ebenfalls Abwechslung und besitzen nur rund 5 kcal pro Tablette.

Gut geeignet sind auch ungezuckerte Tees oder selbst gemachter Eistee. Wer gar nicht auf die Süße verzichten mag, sollte zumindest auf Honig statt auf Haushaltszucker zurück greifen.

Suppe + Brot = Brotsuppe 13. August 2010

Meine Lieblingssemmeln und fantastisches Dinkel-Grünkern Vollkornbrot kaufe ich am liebste bei der Hofpfisterei. Nach 4 Jahren in München war ich dieses köstliche Backwerk täglich gewöhnt und konnte mich nach dem Umzug nach Berlin kaum an die Berliner Schrippen gewöhnen. Nicht lange musste ich allerdings warten, da eröffnete das erste Ladengeschäft der Hofpfisterei in Berlin. Gar nicht weit weg, in der Nähe der Hackischen Märkte gibt es ihren kleinen, mit viel Holz ausgestatteten Laden, der neben herrlichen Sauerteigbroten, Butterbrezn und belegten Broten anbietet. Vor ein paar Tagen stand ich am Thresen und entdeckte etwas neues zwischen den üblichen Pfister-Broschüren, die umfangreich über Zutaten und Nährwerte der Brote informieren: Ein kleines Heftchen mit 14 Brotsuppenrezepten. Fantastisch, als Liebhaberin von Suppen und Brot, und Unwissende über Brotsuppen griff ich sofort zu.

In typischem Hofpfister Design stellt die Bäckerei deutsche und internationale Brotsuppen Rezepte anschaulich beschrieben dar. Zwar fehlte mir ein Foto zu den Rezepten, aber in gewisser Weise regt dieser Mangel auch zum Kochen an. Ein Lieblings Brotsuppen Rezept habe ich auch schon gefunden:

Andechser Brotsuppe

Zutaten:

1 kleines Andechser Brot
500g Sauerrahm
1,5 L Wasser
1 TL Salz
Schnittlauch, geschnitten

Vorbereitung:

Das Brot feinblättrig aufschneiden, locker auf dem Backblech verteilen und auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen bei 220°C bis zur gewünschten Bräunung rösten. Zwischendurch öfters auflockern. (SIcherlich kann man das Brot auch einfach einzeln in Scheiben toasten, oder?)

Zubereitung:

Das geröstete Brot in einer Suppenterrin geben, leich salzen und mit dem Sauerrahm bedecken. Mit kochendem Wasser an einer Stelle aufgießen. Nicht umrühren. Die Suppe kurz ziehen lassen. Auch vor dem Servieren nicht umrühren. Mit Schnittlauchröllchen garnieren.

Hört sich doch lecker an.

Ein Ausflug ins Alte Land 4. August 2010

Letztes Wochenende haben wir einen Ausflug in den fruchtbaren Landstrich südlich der Elbe, an der Grenze zu Niedersachsen mit dem wohlklingenden Namen Altes Land gemacht.

Schon oft zuvor hatten wir von der Schönheit und dem Reichtum an Früchten in dieser Region bei Hamburg gehört. Nun wollten wir es selber einmal sehen. Deswegen haben wir uns am Freitag morgen in der Früh auf den 250 km langen Weg von Berlin nach Stade gemacht, unserer ersten Station des Alten Landes. Die Hansestadt Stade ist eine entzückende Hafenstadt mit einem historischem Stadtkern, alten Gilde- und Fachwerkhäusern, vielen Cafés und Restaurants, einem kleinem Hafenmuseum und einem imposanten Kloster. In den Geschäften wird man schon mal mit “Moin Kollege” angesprochen und die nordische, freundliche Betriebsamkeit füllte unser Empfinden schnell mit Wohlgefallen. Überall gibt es Matjes zu kaufen und zu essen und der Wohlstand der Region war nicht zu übersehen. Das Alte Land ist Marschland und daher außergewöhnlich fruchtbar. Über 14.000 Hektar Obstanbaufläche, davon größtenteils Äpfel, werden hier kultiviert, ein Gebiet, das in seiner Größe für Europa einmalig ist.

IMG_0385Auf dem Weg von Stade nach Jork und weiter nach Buxtehude zogen die großen Baumobstfelder, Äpfel- und Kirschbäume beim Blick aus dem Fenster links und rechts in nicht endenden Feldern an uns vorbei. Kleine Obststände und zahllose Schilder säumten den Wegesrand mit Angeboten für Kirschen, Äpfel und reichlich weiteren Obstsorten. Auch ich konnte nicht wiederstehen und kaufte gleich ganze 4 kg frische, zuckersüße Kirschen, direkt aus der Scheune eines Obstbauers.

IMG_0389

Eine Altländer Spezialität ist die Hochzeitssuppe, die in vielen Restaurants angeboten wird. Sie besteht aus einer klaren Rindersuppe mit Eierstich und Klößen. Nicht nur für Hochzeiten ein Genuss.

Rosenfreunde aufgepaßt 27. Juli 2010

Beim Freischalten neuer Produkte und auch beim Überarbeiten vorhandener Produkte ist mir heute eines aufgefallen:

Wir haben 66 tolle Produkte mit Rosen, Rosenblüten und Rosenknospen!

Ganz und gar nicht hätte ich gedacht, dass unser Angebot an Rosenmarmelade, Rosensirup, Rosensalze, Rosenzucker und die vielen anderen Rosenprodukte mittlerweile 66 an der Zahl umfaßt.
In unserem Angebot befinden sich neben bekannten und belieben Produkten wie Rosenmarmelade und Rosenwasser, auch neue Rosenideen wie Rosenblütenessig, Rosenpfeffer, Alpenrosenhonig oder kandierte Rosenblüten. Für einen echten Rosenfreund wie mich ist das eine wahre Freude und ein schönes Erlebnis einige davon auszuprobieren.

So habe ich zum Beispiel den Wildrosensirup aus der Benediktinischen Traditionsmanufaktur bestellt und noch gleich im Büro ein Gläschen davon mit Mineralwasser gemischt probiert. Himmlisch, an heißen Tagen wie diesen, läßt sich der Sirup mit kaltem Wasser hervorragend verdünnen und eine köstlich erfrischendes Getränk daraus zaubern.

Rosensalz

Rosen hatten schon immer eine besondere Wirkung auf den Menschen. Als Königin der Blumen gilt sie, als Symbol der Liebe, Freude und Jugendlichkeit. Nicht nur wegen ihres unvergleichlichen Aussehens und des intensiven Blütenduftes wurde die Rose seit dem Mittelalter in großen Rosengärten gezogen, sondern auch wegen ihrer Wirkungen als Heilpflanze. Die ätherischen Öle der Rose versprachen in der Volksmedizin Beschwerden der Leber und der Galle, Verdauungstörungen, Schlaflosigkeit und NVervenkrankheiten zu lindern. Nachgewiesen ist die heilende Wirkung nicht, aber festgehalten in zahlreichen altertümlichen Therapieverfahren.

Aus den Kronblättern der Rose läßt sich ein intensiv duftendes Rosenöl gewinnen. Für die Herstellung von Parfüms und kosmetischen Produkten wird es zusammen mit Jasmin am häufigsten eingesetzt. Auch das erste Designer Parfüm, das Chanel No. 5, trägt als Kopfnote den Rosenduft.

Marisas Backkünste: Brioche backen 20. Juli 2010

Am Wochenende habe ich es zum ersten mal versucht: Einen ganz eigenen Brioche backen.

Mit Hefeteig habe ich bisher nicht allzu gute Erfahrung, meist fällt er mir zusammen wie ein Klumpen gewebsloser Masse, aber diesen Sonntag sollte alles besser werden.

Nach einem französischem Rezept habe ich 500g Mehl mit einem Päckchen Trockenhefe, sowie 60g Zucker vermengt. Hinzugefügt habe ich 250 ml warme Milch, ein Ei (nicht direkt aus dem Kühlschrank, damit es nicht kalt ist), einen Teelöffel Salz und 60g weiche Butter. Der hellgelbe Teig wurde ca 15 min von mir und dem Handrührgerät bearbeitet bis her ganz weich und zart in der Schüssel lag. Eingewickelt in ein Handtuch und eine Wolldecke ließ ich ihn ca. eine Stunde in der Sonne unter dem Wohnstubenfenster ruhen. Wunderbar war er aufgegangen und es brach mit ein Stück Bäckerinseele, als ich ihn in die Hände nahm und er durch meine erneute Bearbeitung in sich zusammenfiel. Vier kleine Teiglinge formte ich und setzte sie in eine gefettete, rechteckige Kuchenform. Dort verweilte er nochmals eine Stunde im Sonnenschein.

Abermals um das doppelte aufgeblüht, bepinselte ich ihn als nächstes mit Eigelb und setzte ihn für 45 min bei 150°C in den Backofen. Eigentlich hätte ich ihn noch vor dem Backen mit etwas Hagelzucker dekorieren sollen, da ich aber keinen im Haus hatte, bekam er hinterher eine dünne Schicht gesiebten Puderzucker. Zum Anbeißen..

Foto0030

Ein kurzer Hinweis zu Brioche: Brioche ist ein Hefegebäck, meist in kleinerer  Form, als meiner, der traditionell in Frankreich zum Frühstück gegessen wird. Der leicht gesüßte Teig enthält, im Gegensatz zu Weißbrot, Zucker, Eier und etwas Butter und ist mit Hagelzucker bestreubt. In der Regel wird er mit Butter und Konfitüre gegessen und dazu ein Milchkaffee getrunken.

Kisju Marktplatz für Lebensmittel 13. Juli 2010

Letzte Woche war es soweit: Das große Kisju Update ist online gegangen:

Drei intensive, schweißtreibende Tage hatten wir hinter uns, als am Mittwoch gegen 19.00 Uhr das neue Kisju schließlich public war. Den gesamten Montag und Dienstag hatten wir Kisju vom Netz genommen um die Umstellung sorgfältig vorzubereiten und die Datenbank auf die neuen Strukturen anzupassen. Zwar hatten wir in den ersten Tagen troz umfangreicher Tests im Vorfeld noch ein paar Fehler auf der Seite und auch heute gibt es hier und da Unstimmigkeiten, aber wir arbeiten daran und gehen davon aus, dass bis morgen alle Fehler behoben sein werden.

Einen kurzen Überblick über die Änderungen möchte ich Ihnen im folgenden geben:

  • Neues modernes Design
  • Neue Webadresse unter de.kisju.com
  • Aufsplittung der Kategorien für eine präzisere Suche
  • Verbesserte Freitextsuche
    Die überarbeitete Suche ermöglicht Ihnen suchgenaue Ergebnisse
  • Allergiesuche
    Über die Allergiesuche können Sie Produkte nach Inhalststoffen und Allergien selektieren
  • Bio Filter für alle Produktkategorien und Bio Lebensmittel
    Mit einem Anteil von fast 25% Bio Produkten sind wir ein wichtiges Bio Shoppingportal.
    Über den neuen Bio Filter können Kunden von nun an biologisch erzeugte Produkte von konventioneller Ware unterscheiden.
  • Neue Datenaufbereitung mit Geolokalisierung
    Mit einem detailierten Datenset möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, sich intensiv über das Produkt zu informieren
  • Spezialitäten Suche
    Mit einer neuen Spezialitäten Suche können Sie lokale Produkte und Spezialitäten aus Regionen und Ländern suchen.

Insgesamt ist es ein schönes Gefühl Kisju als neuen, frischen Marktplatz für Lebensmittel online zu sehen.

Ein bisschen gefeiert haben wir auch:

Kisju relaunch feier

Wir wünschen uns, dass Ihnen unser neuer Marktplatz gefällt, dass Sie die tollen Lebensmittel auf Kisju entdecken und viel Freude beim Einkaufen haben.

Kisju offline heute und morgen 5. Juli 2010

Liebe Kunden, liebe Produzenten, liebe Freunde,

jetzt ist es soweit, es kommt:

Das Kisju Update am Mittwoch, den 7. Juli 2010

kisju

Die letzten Monate haben wir intensiv an der Überarbeitung und Optimierung der Kisju Seite gearbeitet. Am kommenden Mittwoch, den 7. Juli 2010 wird das große Update des Kisju Marktplatzes online gehen. Mit vielen neuen Änderungen, Verbesserungen und Optimierungen der Prozesse und des Einkaufserlebnises möchten wir Sie überraschen und Ihnen einen unvergleichlichen Marktplatz für Lebensmittel bieten.

Da die Änderungen große Eingriffe auf das System und unsere Datenbank erfordern, ist Kisju heute Montag, den 5. Juli und Diensstag, den 6. Juli offline. Während dieser beiden Tage ist der Marktplatz leider nicht erreichbar. Für Bestellungen und Fragen können Sie sich gerne telefonisch unter 030 / 473 757 97 oder per mail an service@kisju.de wenden.
Im Laufe des Mittwochs werden wir die neue Seite online schalten und wünschen uns sehr, dass Ihnen die Änderungen gefallen werden.

Das Kisju Team freut sich sehr auf das Update und verbleibt voller Vorfreude!

Ihr Kisju Team

Ab heute: Kennzeichnung mit neuem EU Bio Siegel 1. Juli 2010

Ab heute ist das neue EU Bio Siegel auf allen verpacken Bio Lebensmitteln, die in einem der EU Länder hergestellt wurden und die EU Richtlinien für biologische Erzeugnisse erfüllen auf den Verpackungen zu sehen. Zusammen mit dem neuen Bio Siegel treten die neuen EU Vorschriften für die Kennzeichnung von Bio Lebensmitteln in Kraft. Im März berichtete ich bereits über das neue Bio Siegel mit den 12 weißen Sternen auf grünem Hintergrund, welches in einem europaweitem Wettbewerb ausgewählt wurde. Mit dem deutschen sechseckigen Bio Siegel dürfen Bio Hersteller weiterhin ihre Produkte kennzeichnen. Auch private Bio Verbände wie demeter und Naturland dürfen ihre Lebensmittel mit ihrem eigenen Bio Siegel kenntlich machen.

Alt und Neu Bio Siegel

Die neue Kennzeichnungsvorschrift beinhaltet die Pflicht zur Angabe der Herkunft der Rohstoffe. Somit können sich Verbraucher nun informieren, ob die die Herstellung des Bio Produktes verwendeten Rohstoffe aus EU Landwirtschaft stammen oder außerhalb der EU Grenzen produziert wurde. Weitere Informationen zu biologischen Landwirtschaft innerhalb der Europäischen Union informiert die Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission

Lebensmittel, deren Zutaten aus mindestens 95% Bio Anbau stammen tragen das Bio Siegel. Die Rohstoffe dürfen gentechnisch  nicht verändert worden sein und nicht mit chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel behandelt worden sein. In der Tierzucht ist eine artgerechte Haltung Pflicht und der Zusatz von Antibiotika und andere künstliche Stoffe im Futter verboten. Diese strengen Regelungen der EU Richtlinien für ökologischen Landanbau gelten gleichfalls für das deutsche Bio Siegel.

Wahrscheinlich aber werden wir das neue Siegel erst in den kommenden Monaten auf den Verpackungen entdecken. Die Übergangsfrist für die neue Kennzeichnung beträgt 2 Jahre.

Absage an Lebensmittelampel 21. Juni 2010

Ende letzter Woche hat sich das EU Parlament entschieden: Die europaweite Lebensmittel Ampel, wie sie für die Kennzeichnung von in Lebensmitteln enthaltenden Fett, gestättigte Fettsäuren, Salz und Zucker gefordert worden war, wird nicht kommen.  Die Absage kam letzten Mittwoch aus dem Parlament und ist, sofern sich der EU Minsterrat nicht dagegen erhebt, beschlossene Sache.

Nicht erst seit der Entscheidung, sondern auch schon lange vorher waren die Diskussionen zu der Sinnhaftigkeit der Lebensmittel Ampel kontrovers. Lebensmittelexperten und Verbraucherschützer plädierten für eine rot-gelb-grün Farbkennzeichnung, die Industrie erklärte sich mit einer GDA (Guideline Daily Amount), einer Angabe der Nährwerte bezogen auf die Portionsgröße einverstanden und die Politik musste entscheiden. Zwischendrin sitzen, wie häufig, viele verwirrte Verbraucher, die sich mehr Transparenz im Alltag wünschen. Ob mit der Absage an die Lebensmittelampel den Verbrauchern Transparenz verwährt oder zusätzliche Verwirrung erspart bleibt hängt von der Sichtweise ab.

Bild 1

Fest steht sicherlich, dass die Ampel mit ihrer einfachen rot-gelb-grün Kennzeichnung eine schnelle Beurteilung von Lebensmitteln über den Fett-, Zucker- und Salzgehalt ermöglicht. Das ist eine hilfriche Stütze, wenn zwei Produkte miteinander verglichen werden sollen, oder der Verbraucher sich einen generellen Eindruck verschaffen möchte. Eine Schlußfolgerung, wie sie wahrscheinlich viele Kunden ziehen würden, ob das Lebensmittel aufgrund der Ampelkennzeichnung gesund, ungesund, kalorienarm oder unbekömmlich ist, läßt sich jedoch nicht ableiten. Warum nicht, läßt sich am einfachen Beispiel Olivenöl zeigen. Olivenöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl, welches von allen Ernährungsexperten als “gutes” Lebensmittel empfohlen wird. Gemäß der Ampelkennzeichnung würde Olivenöl in puncto Fett aber mit Rot abschneiden, da es zu 100% aus Fett besteht. “Die Ampel ist in vielen Fällen oberflächlich und irreführend”, findet nicht nur die Lebensmittelindurstrie, sonder sagt auch Silke Restemeyer, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Nicht zuletzt deswegen hat sich das Parlament wohl gegen das Ampelsystem entschieden.

Um dennoch mehr Transparenz über die Zutatenlisten und deren Auswirkungen auf die Energie- und Nährwertbilanz der Verbraucher zu schaffen, haben sich die Abgeordneten auf einen Ausweis der Fette, gesättigter Fette, Zucker und Salz in 100 Gramm oder 100 Milliliter , die im Produkts enthalten sind geeinigt. Auf vielen Verpackungen können Sie diese schon lesen, mit dem Unterschied jedoch, dass die Angaben auf eine Portionsgröße bezogen waren. Welche Menge eine Portion umfasst, blieb dabei den Herstellern überlassen. Mit der neuen Regelung sind Lebensmittel nun vergleichbarer, da sich alle Angaben auf eine gleiche Menge beziehen.
Ich denke, die Ampel hätte zu mehr Verwirrung geführt und den Käufer in vielen Fällen fehlgeleitet. Wer sich für eine gesunde und ausgeglichene Ernährung interessiert, wird mit der gewichtsbezogenen Angabe der Nährwerte eine fundiertere Entscheidung treffen können.

Wenn Sie den Ampelcheck für Ihre Lebensmittel machen möchten stellt die Verbraucherzentrale online Informationen zu vielen Lebensmittel bereit oder gibt mit der Ampelcheckkarte als Einkaufsbegleiter weitere Hilfe beim Check von Zucker-, Fett- und Salzgehalt.

Nächste Seite »